Dramatische Opernstoffe

Opernbesucher

Oper oder Musiktheater? Beides trifft zu.
Genau wie das Theater drückt Opernmusik höchste Gefühle aus. Musik kann viel bewegen. Sie weckt die eigene Erinnerung an traurige oder lustige Begebenheiten. Genau so drückt Musik treffend Ahnungen, Angst, Hass, Liebe, Argwohn, Sieg, Sehnsucht, Leidenschaft, Sympathie, Mitgefühl, Wachsamkeit, Verlorenheit, Trauer und andere Gemütsverfassungen aus. Ein Opernbesuch bedeutet manchmal ein ganzes Gefühlsleben an einem Abend.

Opernmusik

Um möglichst viel von ihren musikalischen Einfällen unterzubringen, suchen die Opernkomponisten sich mit Vorliebe hochdramatische Werke aus. Eine zeitlang waren es zum Beispiel die griechischen Sagen. Häufig wurden gern gelesene Romane vertont.
Operninszenierungen
Da die Inhalte der einzelnen Opern für uns heute nicht mehr ganz nachvollziehbar sind, versetzen einige Regisseure sie gern in andere Zeiten. Heute inszenierte Opern spielen hauptsächlich entweder
in der Zeit, die in dem Stück als Originalzeit angegeben ist
in der Zeit, in der der Komponist gelebt hat
in der heutigen Zeit.
Wobei für „heute“ die letzten 70 Jahre stehen können. Mal sieht die Bühne aus wie ein Lazarett mit dem Chor als Flakhelferinnen, mal kommen sie in Kostümen der flotten Achtundsechziger daher. Ab und an wirken die Kostüme wie aus dem Altkleidercontainer der Caritas.
Das Verhältnis der Schwaben zur Oper
Schon immer habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet die sparsamen Schwaben ihre Oper so lieben, denn so ein Besuch ist teurer als zum Beispiel ein Theaterabend (der fast schon so billig ist wie Kino). Im Schauspiel ist zwar auch alles life
– keine x-mal abgespielte Konserve, sondern richtige Menschen auf der Bühne
– in extra für diese Inszenierung gefertigten Kostümen
– von Maskenbildnern vorher entsprechend ihrer Rolle gestylt
– Kulissenschieber hinter der Bühne
– Beleuchter mit punktgenauen Strahlern
und wer sonst noch für eine Vorstellung nötig ist.
In der Oper kommen noch die Solosänger, Chor und ein Orchester mit oft 50 - 70 Musikern hinzu. Dafür lassen die Schwaben gern etwas springen, denn da bekommen sie am meisten für ihr Geld.

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Presseartikel

Opernkritik

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