Musiktheater-Blog
Wir ziehen um!
Neue Ballettbesprechungen von Dorle Knapp-Klatsch, Elke Wilkenstein und Gesine Bodenteich finden Sie ab sofort auf unserem Blog:
http://www.8ung.info/musik-theater/ballett
Nutzen Sie die Gelegenheit, uns eine Rückmeldung zu geben. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.
Ballette
Ballett - gesehen und gehört
Ein Ballettabend mit drei unterschiedlichen Choreografien.
George Balanchine mit „Theme und Variationen“: „...Obwohl auch Tänzer dabei sind, ist diese Choreografie klar auf die Tänzerinnen ausgerichtet. Eine Hommage an die eleganten, huldvoll lächelnden Kronen der Schöpfung.“
Chorgeografie von Jorma Elo: Slice to sharp: „...Choreografie von ist (beispielhaft für diese Zeit) der Tanz der Paare – der gleichberechtigten Paare."
John Cranko mit Le Poème de l'extase: „...entspinnt sich ein typisches Männer-Imponier-Gehabe. Hier können die Tänzer zeigen, wer höher, weiter, schneller springt und sich höher, öfter, schneller dreht “
Leicht und schwerelos
Behält Elke Wilkenstein die Illusion von Leichtigkeit und Schwerelosigkeit, wirkt dieser Tanz noch im Traum nach – zumindest kurz vor dem Einschlafen.
Versucht hat sie Sprünge auch schon während des Joggens, hat es dann aber aufgegeben, weil's zu auffällig war. Die Leute blieben nicht nur stehen, sondern machten ihr schon vorher Platz mit einem beherzten Satz zur Seite.
Jetzt beschränkt sie sich darauf, ihre Kick-Momente in Worte zu fassen.
Jorma Elo: Slice to sharp
Handlungsballett
Dorle Knapp-Klatsch liebt die alten Choreografien von Cranko am Stuttgarter Staatstheater. Diese Handlungsballette mit einem Anfang und einem Schluss versetzen sie in eine Märchenwelt. Es ist die Kunst, eine Geschichte durch eindrucksvollen Tanz, ohne Sprache, zu erzählen. Diese getanzten Bilder, zusammen mit der Musik, wirken bei ihr selbst bei der Hausarbeit nach.
John Cranko: Poème de l'extase
Sprünge und Pirouetten
Gesine Bodenteich ist eine Ästhetin, die sich immer wieder aufs Neue in das Ballett – besonders die Tänzer – verliebt. Wie in jeder guten Partnerschaft sucht sie am Partner das, was sie an sich selbst vermisst. Die Eleganz und Leichtigkeit der Sprünge und Pirouetten gehört zu den Eigenschaften, die sie selbst nie erreichen wird. Sie ist nicht etwa eifersüchtig oder neidisch, im Gegenteil. Sie ist stolz, eine Vorstellung miterleben zu dürfen.
Strenge Formationen der klassischen Choreografien kitzeln ihren trainierten Designerinnenblick.
Märchen wie Giselle, Nussknacker, Dornröschen, die Sylphiden, in denen der Held seine Liebste verliert, erinnern sie immer an ihr eigenes (Liebes)Leben.
Balanchine: Theme und Variationen
Rund ums Ballett
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